In einer gemeinsamen Sitzung des SPD-Präsidiums und des Präsidiums der SPD Rheinland-Pfalz heute in Mainz wurde folgender Beschluss gefasst:In herausfordernden Zeiten stehen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten für eine verantwortungsvolle Politik. Nicht spalten, sondern zusammenhalten ist unsere oberste Maxime. Das gilt jetzt, angesichts der Herausforderung der Flüchtlingsfrage. Das gilt seit jeher für die 153jährige Geschichte der SPD.Wir tun das mit Zuversicht, Vernunft und Pragmatismus. Ganz in diesem Sinne zeigen Malu Dreyer und die SPD in Rheinland-Pfalz, wie man erfolgreich Politik macht: Nicht mit markigen Sprüchen, hektisch und überstürzt. Sondern überlegt, unaufgeregt, aber mit klarer Haltung. Die erfolgreiche Bilanz der letzten drei Jahre gibt ihnen Recht.Wir haben einen klaren Kurs, wie die Herausforderungen der Flüchtlingsfrage bewältigt werden können. Dafür bedarf es internationaler, europäischer wie nationaler Anstrengungen. Zum einen geht es dabei um eine deutliche Reduzierung der Flüchtlingszahlen. Zum anderen geht es um die großen Herausforderungen der Integration der Einwanderer und Flüchtlinge in Deutschland.Niedrigere Flüchtlingszahlen wollen wir durch einen Dreiklang von Maßnahmen erreichen:
- Fluchtursachen bekämpfen und Investitionen in die Nachbarstaaten Syriens, um die Lebensbedingungen der Menschen deutlich zu verbessern;
- Sicherung der EU-Außengrenzen auch durch Zusammenarbeit mit der Türkei;
- im Gegenzug Übernahme großer Kontingente von mehreren hunderttausend Flüchtlingen pro Jahr nach Europa.
- Sprachausbildung für alle und nach Möglichkeit von der ersten Aufenthaltswoche an;
- verpflichtende Integrations- und Sprachkurse - wer das mit uns fordert, muss auch dafür sorgen, dass im Bund die hierfür nötigen Finanzmittel nicht weiter blockiert werden;
- Integrationsoffensive Kita und Ganztagsschule mit 20.000 zusätzlichen Erzieherinnen und Erziehern und 25.000 zusätzlichen Lehrerinnen und Lehrern, Kita und Ganztagsschule müssen in jedem Fall kostenfrei sein, wie in Rheinland-Pfalz;
- Schaffung von 100.000 Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge und Initiativen gegen Langzeitarbeitslosigkeit für alle in Deutschland;
- Wohnungsbau für alle, die bezahlbare Mieten brauchen;
- Sicherheit, als Flüchtling eine Ausbildung zu Ende machen zu können und danach auch in Deutschland arbeiten zu dürfen;
- Förderung von Vereinen z. B. im Sportbereich, wenn sie besondere Integrationsprogramme auflegen.