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25.06.2016

SPD-Programmkonferenz Arbeit der Zukunft

Foto: Teilnehmer der Programmkonferenz Arbeit unterhalten sich im Foyer
Uta Wagner

Globalisierung. Digitalisierung. Neue Märkte. Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Die SPD will, dass alle im Land davon profitieren – nicht nur wenige. Welche Weichen müssen dafür gestellt werden? Darüber haben fast 500 Bürgerinnen und Bürger am Samstag in Bonn mit Spitzenpolitikern der SPD diskutiert. Erste Schritte auf dem Weg zum Wahlprogramm für 2017.

„Wir sind die Partei der Arbeit. Und wir brauchen einen Aufbruch für unser Land und für Europa“, machte SPD-Chef zum Auftakt der SPD-Programmkonferenz „Arbeit“ deutlich. Ein Tag nach der Brexit-Entscheidung nahm Europa eine wichtige Rolle in den Gesprächen unter Genossen und mit Bürgerinnen und Bürgern ein. Europa war und ist nicht nur ein Friedensversprechen, sondern ein Wohlstandsversprechen. Und Grundlage für Wohlstand ist gute Arbeit – sicher und gerecht bezahlt.

Gute Arbeit hat mit Würde zu tun

Die Digitalisierung verspricht große Chancen für die Wirtschaft, die Gesellschaft und für jeden Einzelnen. Doch sie birgt auch Risiken. „Alte Fragen tauchen wieder neu auf“, mahnte Gabriel: „Schutz vor sittenwidrigen Arbeitsplätzen und die Ausbeutung von Arbeitskräften.“ Für den richtigen Weg in die digitalisierte Arbeitswelt brauche die Politik deshalb die Ideen der Sozialdemokratie.

Ein sicherer Job, gerecht bezahlt und mit guten Perspektiven für die Zukunft. Das erwarten nicht zuletzt junge Menschen, die ins Berufsleben starten und eine Familie gründen wollen. „Gute Arbeit ist eine Herzensangelegenheiten für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten“, so Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen betonte Kraft gegenüber den Gästen der Konferenz. Gute Arbeit habe nicht nur etwas mit der Bezahlung zu tun, sondern auch mit Würde. „Mit Zeit- und Leiharbeit und auch mit Werkverträgen kann man keine Familie gründen.“

Digitalisierung und sozialer Fortschritt

In mehreren Workshops diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, wie es gelingen kann, dass technologische Innovationen auch zu sozialem Fortschritt führt. Oder ob in Zukunft jeder selbst entscheiden können soll, wann und wo er arbeiten will. Muss der Bund jetzt in die Finanzierung von Schulen einsteigen? Kein Koalitionsvertrag ohne Bürgerversicherung? Wie steht es um die Risiken für unsere Psyche und die Gesundheit, wenn wir permanent an Computern sitzen und immer und überall auch mobil erreichbar sind? Schadet Homeoffice dem Betriebsklima?

Es waren sehr intensive Debatten, an denen sich unter anderen SPD-Chef Sigmar Gabriel, Arbeitsministerin Andrea Nahles, SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, Lars Klingbeil, netzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carola Reimann, Vize der SPD-Bundestagsfraktion wie auch Betriebsräte und Vertreter von Gewerkschaften beteiligten.

Vier Konferenzen – auf dem Weg zum Wahlprogramm

„Wir nehmen die Ergebnisse mit in den weiteren Programmprozess“, sagte SPD-Generalsekretärin und Vorsitzende der Programmkommission Katarina Barley zum Abschluss der ersten von vier Programmkonferenzen in Vorbereitung auf die Bundestagswahl 2017. „Uns ist es wichtig, den Sachverstand, der in unserer Partei steckt, mitzunehmen.“ Am 2. Juli findet die nächste Konferenz in Berlin statt. Thema: Europa. Unter anderem mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.

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