Die Koalitionsspitzen von SPD und CDU/CSU haben einen Kompromiss ausgehandelt, der die Grundsteuer in Deutschland auch in Zukunft sichert. Darauf haben die Kommunen lange gewartet. Es wird sichergestellt, dass es zu keinem Steuerwettbewerb zwischen den Bundesländern kommt. Auch geht die Reform nicht zu Lasten des Länderfinanzausgleichs.
„Es wird auf der einen Seite Möglichkeiten geben, in den Bundesländern abweichende Regelungen vorzunehmen, allerdings unter der harten Maßgabe, dass es einen bundeseinheitlichen Bewertungsmaßstab gibt“, sagte der kommissarische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel. „Unser wichtigstes Anliegen war, dass es in Deutschland nicht zu einem Steuerwettbewerb zwischen den Ländern kommt.“ Dies sei erreicht. Die Abweichungen sollten zudem keinen Einfluss auf die Zahlungen in den Länderfinanzausgleich haben. „Die anderen Bundesländer können nicht in Mithaftung genommen werden dafür, dass jemand anderer Auffassung ist.“ Die Grundsteuer-Reform solle noch vor der Sommerpause in den Bundestag eingebracht werden.
