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Euer Wahlkampfteam

Euer Wahlkampfteam

 

Jetzt sollte es mit euren Planungen für den Wahlkampf losgehen. Hier findet ihr alle wichtigen Schritte, die ihr bis zur Europawahl und darüber hinaus beachten solltet.

Aufbauphase

Überlegt euch zuerst, wen ihr in eurem Wahlkampfteam alles einbinden wollt. Wer sollte unbedingt vertreten sein? Wer hat die Ressourcen sich richtig in den Wahlkampf reinzuhängen? Wer ist besonders gut darin, kreative Ideen und Aktionen zu entwickeln und wer kann besonders gut auf Leute zugehen? Startet eine Abfrage, wer wirklich Lust hat, sich im Europawahlkampf zu engagieren! Bildet ein Koordinierungsteam für den Wahlkampf. Achtet darauf, dass es nicht zu groß ist, aber vergesst dabei nicht, alle einzubinden, die sich einbringen wollen!

Um einen effektiven Wahlkampf machen zu können, nehmt ihr am besten Kontakt mit eurer*eurem Kandidat*in vor Ort auf. Häufig lassen sich mit den Kandidat*innen gemeinsam viele gute Ideen und Aktionen entwickeln. Und vielleicht gibt es ja bei ihr*ihm auch bereits ein Wahlkampfteam, mit dem ihr euch abstimmen könnt.

Kommunikation

Im Wahlkampf ist es wichtig, schnell und effektiv miteinander in Kontakt treten zu können. Baut dafür E-Mail- und Telefon-Verteiler auf, richtet Gruppen über Messenger-Dienste (wie z.B. WhatsApp oder Signal) ein. Bitte denkt daran, das Einverständnis aller Personen, die ihr einem solchen Verteiler hinzufügt, einzuholen. Gerade Messenger-Gruppen oder ähnliches sind sehr hilfreich für die kurzfristige Kommunikation unterwegs, um z.B. für eine schnelle Unterstützung zu sorgen. Damit euer Gruppenchat eure Arbeit unterstützt und nicht zum zusätzlichen Nervfaktor wird, sprecht ab, was ihr unter „Funkdisziplin“ versteht. Müsst ihr einen Gedanken um 3 Uhr nachts sofort mit allen teilen oder stresst das die anderen? Lockern Memes eure Kommunikation auf oder lenken sie vom eigentlichen Thema ab? Um eure Kommunikation noch besser zu organisieren, könnt ihr Regeln für die E-Mail-Beantwortung (Reaktionen innerhalb von 48 Stunden) oder Dringlichkeitsstufen festlegen. Erfolgreich nach außen kommunizieren könnt ihr nur, wenn eure interne Kommunikation gut funktioniert.

Die Planung

Was sind eure Ressourcen (Geld, Zeit, Material) im Wahlkampf? Wo könnt ihr evtl. noch Ressourcen herbekommen (SPD nach Geld fragen, noch nicht aktive Mitglieder aktivieren)? Was wollt ihr erreichen? Worauf habt ihr Lust? Wollt ihr mehr Aktionen machen oder Flyer-Verteil-Aktionen? Um das alles zu klären und zu planen, solltet ihr einen Planungsworkshop (Link) organisieren. Überlegt euch auch, welche großen Events (Festivals, Feste, Open Air-Events, oder ähnliches) bei euch in der Nähe stattfinden, die ihr im Wahlkampf nutzen könnt, um viele junge Menschen auf einmal zu erreichen. Plant diese Termine von vornherein ein. Verteilt die Aufgaben und legt eine Struktur fest, wer welche Aufgaben übernimmt.

Wenn Ihr Unterstützung braucht oder Fragen habt könnt ihr euch jederzeit an Lea im Juso-Bundesbüro (lea.gronenberg@spd.de) wenden.

Unterstützer*innen-Netzwerk

Es ist hilfreich, wenn man neben einem Wahlkampfteam und fleißigen Wahlkämpfer*innen noch ein Unterstützer*innen-Netzwerk aufbaut. Das können zum Beispiel freiwillige Helfer*innen und Nichtmitglieder sein, die nur an einzelnen Aktionen teilnehmen wollen oder nur wenig Zeit für Aktionen haben, aber in den sozialen Netzwerken eure Posts liken und teilen können. Diese Unterstützer*innen kann man gut per E-Mail oder Kurznachricht mobilisieren, aber man sollte sie auch nicht jeden Tag „nerven“.

Überlegt euch, was ihr konkret von den Unterstützer*innen wollt, bevor ihr Kontakt aufnehmt. Wichtig ist dabei zu beachten, den persönlichen Kontakt zu pflegen und wertschätzend aufzutreten, da auch diese Leute sich in den Wahlkampf einbringen wollen.

Wahlkampf ist aufregend und manchmal ganz schön anstrengend. Genau deshalb solltet ihr euch überlegen, wie ihr Wahlkämpfer*innen und Unterstützer*innen auch längerfristig bei Laune haltet. Vielleicht sponsert euch der*die Kandidatin oder die SPD einen Pizza- oder Grillabend, um nochmal Kraft für den Wahlkampfendspurt zu tanken.

Qualifizierungsphase

In der Qualifizierungsphase geht es darum, voneinander und von anderen zu lernen. Schult euch auch gegenseitig. Bestimmt habt ihr Expert*innen für bestimmte Bereiche vor Ort. Gibt es jemanden, der oder die gut fotografieren kann, oder sich besonders gut mit Social Media auskennt? Nutzt dieses Wissen!

Das wichtigste im Wahlkampf sind natürlich unsere Inhalte! Macht euch mit unseren Themen und Argumenten vertraut. Auch in Bezug auf die Inhalte könnt ihr euch gegenseitig unterstützen. Gibt es besondere Expert*innen auf einem Themengebiet bei euch vor Ort? Oder übt die wichtigsten Argumentationen oder Gegenargumente vom Wahlkampfstand in Rollenspielen. Dabei helfen euch unsere ArguCards.

Im nächsten Schritt solltet ihr eure Materialien vorbereiten. Braucht ihr besondere Materialien für eure geplanten Aktionen? Wollt ihr bei euch vor Ort ein besonderes Thema in den Vordergrund stellen? Berücksichtigt dies bei eurer Planung. Gimmicks und Flyer bekommt ihr natürlich auch im SPD-Shop und unter Jusos bzw. Juso Hochschulgruppen.

Aktionsphase

Besonders wichtig ist die heiße Phase des Wahlkampfes. Plant konkrete Aktionen und führt diese durch. Vergesst dabei nicht, benötigtes Material sowie dessen Transport zu den Aktionen zu berücksichtigen.

Begleitet eure*n Kandidat*in auch während dieser heißen Phase und macht dabei auf Jugendthemen aufmerksam. Plant beispielsweise Hausbesuche in Studi-Wohnheimen oder Kneipentouren.

Wir wollen junge Menschen erreichen und diese von unseren Zielen und Inhalten überzeugen. Wo ginge dies einfacher, als an Orten oder auf Events, auf denen viele junge Menschen versammelt sind? Nutzt Veranstaltungen wie Konzerte, Festivals, Jugend-Flohmärkte in eurer Gegend, um dort (Verteil-)Aktionen durchzuführen. Plant besonders große Events von Beginn an in eure Zeitschiene ein. Beachtet bei eurer Wahlkampfplanung Besonderheiten wie beispielsweise Schulferien, Einschreibe-Wochen an Unis, Berufsschulstart etc. So könnt ihr sicherstellen, dass ihr mit euren Aktionen auch eine große Anzahl von jungen Menschen erreicht!

Hinweis Aktionswochen

Auch die beste Aktion, die ihr euch ausdenkt und durchführt, ist nur so viel Wert wie die Anzahl der Leute, die sie erreicht. Vergesst also die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nicht. Macht Fotos von euren Aktionen, schreibt Pressemitteilungen, veröffentlicht eine Instagram-Story, twittert vom Infostand. Die gute Berichterstattung über eure Aktionen ist ebenso wichtig wie eure Aktionen selbst. Nutzt dazu auch euer Unterstützer*innen-Netzwerk, die eure Beiträge in den sozialen Netzwerken liken und teilen. Tipps zur Kommunikation auf den Social Media Kanälen findet ihr hier.

Der Schlussspurt

Alle Studien zeigen es. Immer mehr Menschen entscheiden sich erst in den letzten Tagen vor der Wahl, ob und wo sie ihr Kreuz setzen. Deshalb wird es für uns ganz besonders darauf ankommen, auch in den letzten Tagen noch mit voller Kraft Wahlkampf zu machen. Plant diese mit ein und habt noch eine Kraftreserve für die letzte Woche. Packt noch einmal eure besten Aktionen aus. Die, die am besten angekommen sind, und die, die euch selbst am meisten Spaß gemacht haben, sind jetzt genau richtig. Verteilt alles Material, jetzt muss nichts mehr aufbewahrt werden.

Es kommt auf jede Stimme an. Diese wollen wir gemeinsam holen. Was genau in den letzten Wochen auf Bundesebene passiert, darüber informieren euch die Bundesbüros und die Bundesvorstände dann zeitnah!

Die Nachbereitung

Einen Wahlkampf zu organisieren ist harte Arbeit. Vergesst nicht, euch dafür am Schluss auch selbst ordentlich zu belohnen. Ihr könnt zum Beispiel eine Wahlkampf-Abschluss-Party am Samstag vor der Bundestagswahl oder ein Wahl-Frühstück organisieren. Einige Tage später, wenn der Trubel sich gelegt hat, kann man auch eine Party für alle Beteiligten noch nachholen. Auf irgendeine Art und Weise einen Dank an alle Helfer*innen aus dem Wahlkampf zu organisieren ist wichtig. Denn der nächste Wahlkampf kommt bestimmt!

Zu einem richtig guten Wahlkampf gehört natürlich auch eine ehrliche Analyse des Erreichten. Hierfür könntet ihr einen Evaluationsworkshop organisieren. Wie habt ihr vor Ort abgeschnitten? Welche Aktionen haben gut funktioniert, was hat nicht gut geklappt? Welche Ideen oder Merkposten habt ihr für den nächsten Wahlkampf? Lasst euch dafür ruhig ein paar Tage Zeit. Das Ergebnis muss ja auch erst einmal sacken.

Erfahrungsgemäß werden während der Wahlkämpfe stets viele neue Mitglieder geworben. Entwickelt eine Strategie, wie ihr diese engagierten neuen Jusos oder Juso-Hochschulgrüppler*innen direkt aktiv in eure Arbeit vor Ort einbinden könnt. Bietet zum Beispiel einen Neumitgliederabend in den Wochen nach dem Wahlkampf an. Hierzu helfen wir euch auch gerne weiter. Meldet euch einfach beim Bundesbüro.