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Pressemitteilung

23.01.2026 | 012/26

SPD-Geschichtsforum hat neue Sprecher gewählt

Auf der ersten Sitzung des turnusmäßig neu berufenen Geschichtsforums der SPD, die am 23. Januar 2026 in Berlin stattfand, sind Prof. Dr. Daniela Münkel und Dr. Raphael Utz als neue Sprecher gewählt worden. Beide sind langjährige Mitglieder des Geschichtsforums und werden von einem erweiterten Vorstandsteam unterstützt. 

Daniela Münkel, Abteilungsleiterin Vermittlung und Forschung im Stasi-Unterlagen-Archiv/Bundesarchiv, ist Zeithistorikerin und hat ihre Forschungsschwerpunkte in der Politik-, Sozial- und Mediengeschichte sowie in der vergleichenden Geheimdienstforschung des 20. Jahrhunderts. Dies umfasst auch Publikationen zu Willy Brandt und der deutschen Sozialdemokratie. Raphael Utz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Dresden, ist Osteuropahistoriker mit Schwerpunkten in der Geschichte des russischen Nationalismus, der deutschen Besatzung Europas im Zweiten Weltkrieg und der Nachgeschichte der Shoah in Ostmitteleuropa.

Das SPD-Geschichtsforum setzt sich mit kultur- und geschichtspolitischen Fragen auseinander und berät auf diesem Feld auch Parteivorstand und Fraktion. Es will sich angesichts der Bedrohung unserer Demokratie von rechts in der nächsten Zeit schwerpunktmäßig vor allem mit dem Thema „Rechtsruck und wehrhafte Demokratie“ aus historischer Perspektive unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der SPD bei der Verteidigung der Demokratie befassen. Damit soll ein Beitrag zur öffentlichen Debatte und Demokratiestärkung geleistet werden. Darüber hinaus wird sich das Geschichtsforum zu wichtigen Gedenktagen zur Geschichte der Sozialdemokratie und deren Bedeutung für die deutsche und internationale Politik positionieren und in die öffentliche Debatte einbringen. Dazu gehören zum Beispiel die Zwangsvereinigung von SPD und KPD in der SBZ 1946, die Nürnberger Prozesse und in längerer Perspektive auch die Frage des Umgangs mit dem hundertjährigen Jahrestag der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933.

Das Geschichtsforum wird sich auch aktiv an der Erarbeitung eines neuen SPD-Grundsatzprogrammes beteiligen.