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08.12.2017

Bundesparteitag Lars Klingbeil: Die SPD muss sich erneuern

Foto: Lars Klingbeil mit Blumenstrauß nach seiner Wahl zum Generalsekretär der SPD
photothek

Der neu gewählte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat einen umfangreichen Erneuerungsprozess für seine Partei angekündigt. Nach einem Bundestagswahlergebnis von 20,5 Prozent sei ein „ehrlicher Blick auf die Partei“ eine der wichtigsten Aufgaben in den kommenden Jahren.

Bei dem Erneuerungsprozess sieht Klingbeil drei Schwerpunkte: das Aufgreifen zentraler Zukunftsthemen durch die SPD, eine Stärkung der regionalen Strukturen der Partei sowie neue, digitale Beteiligungs- und Debattenmöglichkeiten.

Wichtige Aufgabe der SPD sei es, den technologischen Fortschritt und die Digitalisierung aktiv zu gestalten. Klingbeil machte deutlich, dass er niemandem versprechen könne, dass alles bleibe wie es ist. „Aber wir werden dafür sorgen, dass es gute Veränderungen werden.“ Im Fokus werden unter anderem folgende Themen stehen: modernste Schulen, neue Jobs, Qualifizierung, das Recht auf Weiterbildung, ein starkes soziales Netz, mehr Freiheit und weniger Stress. Der neue Generalsekretär versprach: „Wir ducken uns nicht weg!“

Zur Stärkung der regionalen Strukturen der Partei, kündigte Klingbeli, der als einer der wenigen Bundestagskandidaten seinen Wahlkreis direkt gewann, eine umfangreiche Schwächen- und Stärkenanalye an: „ Ich will verstehen wo die strukturellen Probleme am größten sind, wo wir überdurchschnittlich gute Ergebnisse hatten und was wir daraus lernen können.“

Neben den traditionellen Formen der Ortsvereins- und Gremienarbeit müssen nach Ansicht des Generalsekretärs neue Formen der Parteiarbeit treten, die sich insbesondere an Menschen wenden, die „sich für unsere Sache einsetzen wollen, aber keine Zeit und keine Energie finden, abends noch zum Ortsverein in den ‚Alten Dorfkrug’ zu gehen.“ Hierzu zählen unter anderem Debattenforen im Internet und die Möglichkeit, Anträge digital einzubringen.

Klingbeil forderte seine Partei auf, zu einer neuen Kultur der Gemeinsamkeit und Solidarität, zu einer Kultur der Gleichberechtigung zu kommen: „Ich werde als Generalsekretär diesen Kulturwandel vorantreiben.“ Er versprach weniger autoritäre Strukturen, weniger Breitbeinigkeit, eine andere Sprache, eine andere Diskussionskultur und mehr Familienfreundlichkeit.

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Interview mit Lars Klingbeil „Es geht mir um einen Kulturwandel“