Der Arbeitskreis Christinnen und Christen in der SPD (AKC) hat am vergangenen Samstag,
18. April 2026, seine Klausurtagung im Willy-Brandt-Haus in Berlin durchgeführt.
Neben der Auswertung der Jahrestagung („Forum Kirche und Politik“) zum Thema „Vertrauen – Was können wir noch glauben?“ mit der SPD-Bundestagsfraktion am Tag zuvor, standen vor allem die Neuwahlen des Vorstands, zwei Impulse sowie ein einstimmig gefasster Demokratie-Beschluss im Mittelpunkt des Treffens.
Neuer Vorstand gewählt: Kontinuität und Teamarbeit
Turnusgemäß – nach der Wahl des SPD-Parteivorstands – hat der AKC auch seinen eigenen Vorstand neu bestimmt. Die Klausur beschloss, künftig zehn Personen in den Vorstand zu wählen. Als Doppelspitze wurden Kerstin Griese MdB und Lena Wallraff in geheimer Wahl mit jeweils 26 von 26 Stimmen gewählt. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: Bjarne Brakensiek, Lars Castellucci MdB, Johannes Claßen, Beate Denfeld, Laura Gruß, Julian-Christopher Marx, Angus Rocha Vogel und Diana Stachowitz.
Zugleich dankte der AKC Karin Kortmann und Andreas Weigel für ihr langjähriges Engagement im Arbeitskreis.
Impulse: Kirchenräume weiterdenken, Frieden und Völkerrecht ernst nehmen
Die Klausur setzte starke inhaltliche Akzente: Zum Thema kirchliche Immobilien diskutierte der AKC mit Bischöfin Dr. Beate Hofmann (EKKW) u. a. über Kirchenräume als Orte der Begegnung sowie Modelle gemeinsamer Nutzung – etwa mit Kultur, Kommunen oder anderen Religionsgemeinschaften. Einen weiteren Impuls gab Dr. Maximilian Schell (Ruhr-Universität Bochum) zum Thema „Kirche im Völkerrecht“. Dabei stand v.a. die Friedensdenkschrift der EKD im Zentrum des Austausches.
Einstimmiger Beschluss: „Eine lebendige Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft“
Aus aktuellem Anlass verabschiedete der AKC einstimmig außerdem den Beschluss „Eine lebendige Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft“. Darin kritisiert der Arbeitskreis die entstandene Unsicherheit durch angekündigte Umstrukturierungen beim Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und betont: In Zeiten zunehmenden Rechtsextremismus und gesellschaftlicher Polarisierung braucht es mehr – nicht weniger – verlässliche Strukturen für Projekte gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sowie für Zusammenhalt und demokratische Kultur.
Der AKC fordert die Bundesregierung auf, das Programm im engen Austausch mit den Trägern weiterzuentwickeln und Planungssicherheit zu schaffen: „Ihre Erfahrungen sind gerade in der aktuellen Situation wichtig. Ihr Engagement ist unverzichtbar.“