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Pressemitteilung

26.05.2026 | 062/26

Bundesvorstand der AG Selbst Aktiv neu gewählt: Inklusion ist Ausdruck sozialdemokratischer Menschenrechtspolitik

Die Bundeskonferenz der AG Selbst Aktiv hat am 16. und 17. Mai in Berlin ihren Bundesvorstand neu gewählt. 

Karl Finke aus Hannover und Katrin Gensecke aus Gersdorf in der Niederen Börde bei Magdeburg wurden als Co-Vorsitzende wiedergewählt; stellvertretende Vorsitzende sind Julia Maiano aus Limeshain im hessischen Wetterau-Kreis und Georg Suchanek aus Kirkel im Saarland. Beisitzende sind Daniela Fischer (Braunschweig), Anette Glöckner (Bad Kreuznach), Cristina Lange (Mainaschaff b. Aschaffenburg), Claus Arne Mohr (Hannover), Pierre Orthen (Leutenbach, Rems-Murr-Kreis), Julia Standke (Köln) und Thomas Würdisch (Stralsund); Thomas Koch (Berlin) wurde zum Vorstand kooptiert.

Franz Müntefering, früherer Bundesminister für Arbeit und Soziales und SPD-Parteivorsitzender, freute sich, wieder im Willy-Brandt-Haus zu sein. In seinem Grußwort erinnerte er an die Gründung der Arbeitsgemeinschaft vor 25 Jahren, zunächst noch als Netzwerk, die er damals als Minister selbst unterstützt hatte. Gesellschaftliche und politische Partizipation ist seitdem ein klares Ziel sozialdemokratischer Politik. 

Ähnlich sahen das auch Bärbel Bas, aktuelle Bundesministerin für Arbeit und Soziales und SPD-Parteivorsitzende, und Generalsekretär Tim Klüssendorf, die mit Videobotschaften bei der Konferenz vertreten waren. „Inklusion ist keine Zusatzleistung, kein Nice-To-Have, sondern Kernbestand einer demokratischen Gesellschaft“, erklärte Bärbel Bas. Im Zentrum stände dabei immer die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen. 

Für Heike Heubach, MdB und Beauftragte der SPD-Fraktion für die Belange von Menschen mit Behinderungen, ist Inklusion kein sozialpolitischer Kostenfaktor, sondern ein wichtiger Teil der Modernisierung unserer Gesellschaft. Die anstehende Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) zeige jedoch wieder einmal, dass wir auf dem Weg zu mehr Barrierefreiheit bei privaten Unternehmen nur mit kleinen Trippelschritten vorankämen, erklärte sie am zweiten Tag der Konferenz.

Die Delegierten verabschiedeten einen Leitantrag als Beitrag der AG Selbst Aktiv zur Programmdiskussion der SPD, um Inklusion als Menschenrecht und neue gesellschaftliche Normalität im Parteiprogramm zu verankern und das Profil der SPD als Inklusionspartei zu schärfen. Ein weiterer Leitantrag beschäftigt sich mit der Novellierung des Pflegesystems und der Neuausrichtung der Pflegeversicherung. „In den nächsten Jahren werden wir bei unserer Arbeit als Bundesvorstand die Perspektive einer inklusiven Gesellschaft mit der Interessenvertretung in allen relevanten Politikfeldern verbinden,“ erklärten die beiden wiedergewählten Vorsitzenden anlässlich der Konstituierung des neuen Bundesvorstands der AG Selbst Aktiv im Anschluss an die Konferenz.